Unter dem Begriff „Akutes Koronarsyndrom" (ACS) wird ein breites Spektrum lebensbedrohlicher funktioneller Beschwerden bei koronarer Herzerkrankung zusammengefasst. Oft wird die Diagnose bei ACS, insbesondere bei Herzinfarkt und instabiler Angina Pectoris, nicht rechtzeitig, oder zu unspezifisch gestellt.
Mittels EKG können nur etwa 50% der akuten Herzinfarkte erkannt werden, mit den in der klinischen Routine verfügbaren Schnelltests zum Nachweis biochemischer Marker, kann der einzige herzspezifische Marker Troponin erst 4-6 Stunden nach dem ischämischen Ereignis zur ACS Diagnose beitragen.
Die Schädigung des Herzmuskels ist dann bereits irreversibel, doch eine frühere Diagnose ist häufig nicht möglich, sodass eine adäquate Therapie nicht rechtzeitig eingeleitet werden kann. Eindeutig definierte Diagnosemethoden sind notwendig, um den kritischen Zeitraum bis zur Diagnose zu reduzieren.